Die Standortunternehmen im Chemiepark Knapsack
Basell Polyolefine GmbH
Basell Polyolefins stellt am Standort Knapsack Kunststoffpulver und Kunststoffgranulate für die weiterverarbeitende Industrie her. Mit rund 400.000 Jahrestonnen ist dies die größte Produktgruppe im Chemiepark. Rund 240.000 Tonnen davon sind Polypropylenpulver, welches im Werk zu hochwertigen PP-Granulaten veredelt wird. Diese dienen u.a. zur Herstellung von Verpackungen, Rohren, Bauteilen für die Baubranche und die Automobilindustrie.
Zahl der Beschäftigten ca. 170.
Bayer CropScience AG
Eines der bekanntesten deutschen Markenzeichen, das Bayer-Kreuz, weht auch im Chemiepark Knapsack. Das Unternehmen produziert Pflanzenschutzmittel und Vorprodukte (etwa 12.000 Tonnen jährlich), die in der Landwirtschaft weltweit zum Einsatz kommen.
Neben Wirkstoffen zur Bekämpfung von Pilzbefall, Unkräutern und Insekten gehören auch so genannte Safener, die die Verträglichkeit von Nutzpflanzen bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln verbessern, dazu. Zahl der Beschäftigten: Etwa 180.
Clariant Produkte (Deutschland) GmbH
Etwa 260 Beschäftigte produzieren in Knapsack für den Schweizer Konzern Spezialchemikalien. Für die Clariant Produkte (Deutschland) GmbH stellen sechs Produktionsbetriebe eine umfangreiche Produktpalette her. Dazu gehören halogenfreie Flammschutzmittel, phosphatfreie Waschmittelrohstoffe und Landebahnenteiser.
Clariant betreibt eigene Forschung und Entwicklung am Standort. Jüngster Erfolg: Ein neues Flammschutzmittel, das jetzt in Knapsack hergestellt werden und zur Marktreife gebracht wird.
CABB GmbH
Die 2003 gegründete Tochter der Clariant GmbH hat von ihrer Muttergesellschaft die Produktion von Monochloressigsäure übernommen. Das Produkt der weltweit grössten MCE Anlage wird zur Herstellung von speziellen Tensiden, Verdickungsmitteln und Klebstoffen, Pflanzenschutzmitteln, Kunststoff - Stabilisatoren und Pharmazeutika verwendet.
Degussa Bank - Zweigstelle Chemiepark Knapsack
Spezialisiert auf das sogenannte "Worksite Banking" ist das Service-Angebot der Degussa Bank individuell auf Ihren Standort und deren Mitarbeiter abgestimmt: Sie finden die Bank immer in unmittelbarer Nähe ihres Arbeitsplatzes.
Die Degussa Bank verfügt über mehr als 180 Standorte in ganz Deutschland und betreut mit ca. 500 Mitarbeitern über 180.000 Privatkunden. Seit Juli 2002 gehört sie als Tochtergesellschaft der DIBA (Allgemeine Deutsche Direktbank) zum ING-Konzern, dem sechstgrößten Konzern Europas.
EBKW Kraftwerk Knapsack
Die E.ON Energy from Waste Saarbrücken GmbH entsorgt in ihren vier Abfallbehandlungsanlagen bundesweit Abfälle für Kommunen und Industriebetriebe. Die dabei entstehende Energie wird in Strom und Fernwärme umgewandelt.
Im Chemiepark Knapsack ist das Unternehmen unter anderem mitverantwortlich für den Betrieb des Ersatzbrennstoffkraftwerkes Knapsack. Hier werden jährlich rund 240 000 Tonnen Ersatzbrennstoffe eingesetzt. Die beim Verbrennungsprozess entstehende Energie wird in Form von Strom und Prozessdampf an den Chemiepark Knapsack geliefert. Insgesamt wurden rund 35 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Praxair
Die Praxair-Gruppe ist Teil des weltweit tätigen "Fortune 500"-Unternehmens Praxair Inc., mit Hauptsitz in Danbury, Connecticut (USA). Praxair Inc. ist das größte Industriegase-Unternehmen in Nord- und Südamerika und eines der führenden weltweit. Durch die Übernahme von Industriegase-Geschäften von Air Liquide und Messer Griesheim in Deutschland betreibt Praxair in Knapsack nun eine Luftzerlegungsanlage und ein Abfüllwerk.
Argon sowie ein Teil des Sauerstoffs und Stickstoffs werden verflüssigt und in Tanks gelagert. Der übrige Sauerstoff und Stickstoff wird über ein weit verzweigtes Pipelinenetz verteilt und den Verbrauchern zur Verfügung gestellt. Weitere Edelgase, Schweißschutzgase und medizinische Gase gehören zur Produktpalette.
Nexans SuperConductors GmbH
Das Unternehmen entwickelt und vermarktet Hochtemperatur Supraleiter (HTS). Dies sind keramische Stoffe, die in der Lage sind, Strom widerstandsfrei zu transportieren. Eine Zukunftstechnologie mit enormen Wachstumspotentialen. Die in Knapsack hergestellten keramischen Pulver werden zu Stäben gepresst und bei den Kunden zu HTS-Drähten verarbeitet. Diese kommen vor allem in der Energietechnik, in Kabeln, Motoren und Transformatoren zum Einsatz.
Die hier entwickelten und produzierten Massivteile werden z. B. in Strombegrenzern und in berührungsfreien Magnetlagern eingesetzt. Von weltweit 18.000 Beschäftigten des französischen Konzerns arbeiten 20 in Knapsack.
nova-Institut GmbH
Das nova-Institut wurde 1994 als privates und unabhängiges Institut gegründet. Standort ist der Chemiepark Knapsack in Hürth im Rheinland.
Der Bereich Nachwachsende Rohstoffe besteht aus den drei Abteilungen „Ökonomie und Ressourcenmanagement“, „Biowerkstoffe“ sowie für IT- und Grafikdienstleistungen die Abteilung „IT, Print, Kongress- und Eventmanagement“.
Die Abteilung „Ökonomie und Ressourcenmanagement“ beschäftigt sich mit der Analyse der Märkte, Verfügbarkeiten und Preise für fossile, mineralische und vor allem Agrar-Rohstoffe, ökonomischen Analysen entlang der Wertschöpfungskette von Rohstoffen, Flächen- und Nutzungskonkurrenzen sowie der Industriellen Biotechnologie (unter Ressourcen- und Ökonomie-Gesichtspunkten).
Die Abteilung "Biowerkstoffe" hat die Analyse der globalen und lokalen Marktsituation für Biowerkstoffe als Scherpunkt. Biowerkstoffe sind u.a. Biokunststoffe, naturfaserverstärkte Kunststoffe (NFK), Wood-Polymer-Composites (WPC) und Holzwerkstoffe. Hier geht es um die Bewertung der technischen und ökonomischen Machbarkeit sowie der Umweltauswirkungen, Unterstützung im Marketing, Projektentwicklung und –management sowie Innovations- und Wissenstransfer.
Das nova-Institut ist Veranstalter mehrerer regelmäßiger internationaler Kongresse zu ausgewählten Themen aus dem Spektrum der Biowerkstoffe und Rohstoffe. Zu speziellen Themen werden zudem Workshops, Seminare und Roadshows durchgeführt.
Die knapp zwanzig Mitarbeiter des nova-Instituts haben in den letzten 15 Jahren eine Vielzahl von Marktstudien, ökonomischen Analysen und Machbarkeitsstudien durchgeführt sowie zahlreiche Studien, Broschüren und Bücher publiziert. Zudem koordiniert und leitet das nova-Institut jährlich ca. zehn nationale und internationale Projekte mit Industrie und Forschung.
Der Umsatz des nova-Instituts lag im Jahr 2007 bei knapp 1,5 Mio. Euro.
Karl Schmidt Spedition GmbH & Co. KG
Die Spedition Karl Schmidt, einer der größten europäischen Spezialanbieter für Schüttgutlogistik, betreibt in Knapsack ein Schüttgutcenter mit insgesamt 104 Silos und einem Fassungsvermögen von rund 40.000 Kubikmetern für Kunststoffgranulate (Polypropylen). Die Silos stehen auch für Kunden außerhalb des Chemieparks zur Verfügung. Die Produkte werden nicht nur gelagert, sondern auch gereinigt, gemischt, in Gebinde verpackt, in Container oder Silozüge verladen. Beschäftigte am Standort: ca. 35.
Statkraft (Knapsack Power)
Der norwegische Energiekonzern Statkraft investiert in Knapsack etwa 400 Mio Euro in ein Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk. Künftig sollen rund 35 Personen im Kraftwerk beschäftigt werden. Fertigstellung: Herbst 2007, Leistung: 800 MW/h, Rohstoff: Erdgas, lokale Tochtergesellschaft: Knapsack Power GmbH & Co. KG, weiteres GuD Kraftwerksprojekt in Deutschland: Herdecke mit 400 MW/h-Leistung im 50/50-Joint Venture mit Mark-E AG.
Statkraft will führender europäischer Akteur im Bereich umweltfreundlicher Energie werden. Auf der Basis von 100 Jahren Erfahrung und Investitionen ist der Konzern für weiteres Wachstum und Entwicklung mit einem ungebrochenen Willen zu dauerhafter Wertschöpfung bestens vorbereitet. Das Unternehmen steht für eine anhaltende Entwicklung bezüglich Umwelt und Wirtschaft.
Der Konzern verfügt über eine Gesamtenergieproduktion von 41 TWh und ist damit der drittgrößte Energieerzeuger im Norden und der zweitgrößte Erzeuger von erneuerbarer Energie in Europa. Der Konzern beschäftigt etwa 2.000 Mitarbeiter unter Einschluss der Unternehmen Skagerak Energi und Trondheim Energiverk. Statkraft ist ebenfalls an den norwegischen Energieunternehmen BKK, Agder Energi und Fjordkraft und am schwedischen Unternehmen Sydkraft E.on Sverige beteiligt.
Thermphos Deutschland GmbH
Das Werk in Knapsack ist eine deutsche Niederlassung des Unternehmens Thermphos International. Spezialisiert auf Phosphorprodukte stellt das Unternehmen in Knapsack Phosphorpentasulfid her, ein Rohstoff aus dem, unter Verwendung von Alkoholen und Zinkoxid, Additive hergestellt werden, die hauptsächlich in der Automobilindustrie in Schmierstoffen zum Einsatz kommt. Zahl der Beschäftigten: ca. 20.
Vinnolit GmbH & Co. KG
Deutschlands führender Hersteller von Polyvinylchlorid (PVC) produziert und vermarktet ein breites Sortiment hochwertiger PVC-Produkte für alle gängigen Verarbeitungsverfahren und PVC-Anwendungen, z. B. im Baubereich, in der Automobilindustrie oder in der Medizintechnik. Zugleich ist Vinnolit ein bedeutender Hersteller und Lieferant für alle Zwischenprodukte, wie Chlor, Natronlauge, Dichlorethan, Vinylchlorid und Wasserstoff.
Das Unternehmen beschäftigt 1.450 Mitarbeiter, davon etwa 250 in Knapsack.
Die Emissionswerte der beiden Rückstandsverbrennungsanlagen im Chemiepark Knapsack der Jahre 2006 und 2007 finden Sie hier.



