Die Geschichte der Chemie in Knapsack
Chemie bedeutet steten Wandel, kontinuierliche Innovation. Die Geschichte der Chemie in Knapsack ist vom Erfindergeist der Menschen bestimmt. Seit nunmehr 100 Jahren werden hier Produkte hergestellt, die uns in vielen Bereichen des täglichen Lebens selbstverständlich geworden sind.
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Gründungszeit: Die Deutsche Carbid Aktiengesellschaft beginnt in Knapsack mit der Produktion von Kalkstickstoff und Calciumcarbid. 1909 wird der Name des Unternehmens in Aktiengesellschaft für Stickstoffdünger, Knapsack bei Köln, geändert.
Einstieg von Hoechst in Knapsack. Hoechst wird Aktionär und gründet die Knapsacker Organische Chemie mit dem Bau einer Essigsäureanlage.
Die Verwaltung wird von Knapsack nach Köln verlegt. Gründung einer Pensionskasse für die Angestellten. Bau des ersten Karbidofens mit Dreieckstellung der Elektroden.
Der Knapsacker Sämann. Kornkalkstickstoff für die Landwirtschaft, Carbid und daraus gewonnenes Acetylen sind die Basis für Essigsäure und Essigsäureanhydrid. Einweihung einer eigenen Lehrlingswerkstatt.
Krieg, Zerstörung und Neubeginn: Am 28. Oktober 1944 wird Knapsack bei einem Luftangriff fast vollständig zerstört. 2000 Mitarbeiter verlieren ihre wirtschaftliche Lebensgrundlage.
Die Phosphorchemie zieht in Knapsack ein. Kondensierte Phosphate revolutionieren die Technik des Waschens. Die Petrochemie entsteht und stellt Ethylen und Propylen als kostengünstige Rohstoffe für die Synthese von organischen Chemikalien und Kunststoffen zur Verfügung.
Wirtschaftswunder Knapsack mit Carbid, Phosphor, Chlor und organischer Chemie. Der neue Werksteil Hürth wird gegründet. Acetylen verliert als Rohstoffbasis nach und nach an Bedeutung. Umweltschutz wird eigenständiges Arbeitsgebiet.
Neue Arbeitsgebiete im Hoechst Werk Knapsack: Ausbau der Spezialitäten-, Kunststoff- und Pflanzenschutzmittelproduktion.
Höhepunkte chemischer Produktion: Zwei Milliarden DM Umsatz werden 1985 mit Produkten der Organischen Chemie, Chlor-, Carbid- und Phosphorchemie, sowie Spezialchemikalien, Kunststoffen, und Pflanzenschutzmitteln erreicht.
Konzernumbau von Hoechst, eingeleitet vom damaligen Vorstandsvorsitzenden Jürgen Dormann. Gründung des Chemiepark Knapsack und der InfraServ Knapsack. Ende der Hoechster Ära. Der offene Chemiepark ist Modell für eine neue Industriestruktur. Der Chemiepark Knapsack bietet Unternehmen attraktive Produktionsmöglichkeiten unter einem Dach.
Restrukturierung der Chlorchemie, Modernisierung auf Weltmarktniveau, Einstieg von Finanzdienstleistern als Besitzer bei Vinnolit, Basell, CABB, Ausstieg der Celanese, Stilllegung HDPE Basell, Azo und SKS 6 bei Clariant.
2004 Bau Depal-Anlage Clariant, 2005 Baubeginn GuD Kraftwerk, 2006 Baubeginn EBS-Kraftwerk 2007: 100-Jahre Standortjubiläum.