15.11.2017

Kreativer Kopf und Herr der Energie

„Mein Job ist vielfältig und jeden Tag anders“, erklärt Volkhard Pieper, Teamleiter Energieanlagen innerhalb der Ver- und Entsorgung bei der InfraServ Knapsack, mit einem Lächeln und fährt fort: „Das ist es auch, was mir hier am besten gefällt“. Von seinem Büro im Werksteil Knapsack aus behält Volkhard Pieper den Überblick über den Rückkühlwasserversorgungsprozess und die Druckluftversorgung, kontrolliert, dass bei der Wartung und Instandhaltung der Natronlaugenverladung alles glatt läuft und ist zuständig für den Betrieb der Energieanlagen (z.B. Kühltürme) im Chemiepark Knapsack.


Volkhard Pieper

Seit 1991 arbeitet der studierte Nachrichten- und Automatisierungstechniker in Knapsack, zunächst im Ingenieurbüro. 1995 wurde er von der Hoechst übernommen und hat seitdem viele Stationen im Bereich der Planung und dem Engineering durchlaufen. Seit 2002 ist Pieper der Leiter des Teams Energieversorgung und schätzt im Chemiepark Knapsack vor allem die interne und externe Vernetzung zu Kollegen und Partnern sowie die Wertschätzung, die er von eben diesen für seine Arbeit erhält. Eigenverantwortliches Arbeiten und der Kontakt zu den Menschen motivieren Pieper. Deswegen nimmt er gerne Tag für Tag die Herausforderung an, „mit einem schlanken Team, die Vielzahl von anfallenden Aufgaben zu meistern“. Auch, dass er und sein Team bei Problemlöseprozessen auch mal unkonventionelle Wege gehen können, ist eine Sache, die ihm im Chemiepark Knapsack besonders gefällt. Dabei erinnert er sich gerne an folgende Situation: „Wir hatten einmal das Thema, dass wir die Lautstärke der Tropfgeräusche vom Wasser, das an den Rückkühlwerken herunterrieselt, reduzieren wollten. Da sind wir hingegangen und haben ganz viele Bälle übereinander auf der Wasseroberfläche platziert, um das Aufprall-Geräusch der Tropfen auf dem Wasser zu dämmen. Das hat jeder als Gag gesehen und erst gar nicht glauben wollen, aber es hatte ja einen ernsten Hintergrund“.  Für solche Aktionen und seine Arbeit im Allgemeinen ist es, so Pieper, wichtig, sich in verschiedene Gebiete eindenken zu können und zu erkennen, was unterm Strich zählt. „Und schwindelfrei sollten Sie für diesen Job sein“, ergänzt er, denn der 40 Meter hohe Wasserturm ist nur durch eine innenliegende, schmale Leiter zu begehen.

Volkhard Pieper ist ein sehr aktiver Mensch, sowohl auf der Arbeit als auch privat. Ihm ist es wichtig, die Balance zwischen seinem Job und dem Privatleben zu halten und legt deswegen in seiner Freizeit viel Wert darauf, sich seiner Familie sowie seinen Hobbies zu widmen. Der bekennende Bayern-Fan hat zwei Söhne, mit denen er die Leidenschaft zum Fußball teilt. Wenn er nicht gerade mit den Bayern mitfiebert, praktiziert Pieper Qi Gong, spielt Tennis oder fährt Fahrrad. Urlaub macht er am liebsten gemeinsam mit seiner Frau im Wohnmobil. Die beiden lieben die Freiheit und Unabhängigkeit, die diese Form des Reisens bietet: „Sie erleben das Land und die Gegend viel direkter und können dabei Neues entdecken und neue Freundschaften schließen.“ Sein aktuelles Lieblings-Reiseland ist Italien. In den nächsten Jahren zieht es ihn und seine Frau aber weiter weg: „Zu unserem 60. Geburtstag planen wir zwei große Rundreisen. Eine 2020 nach Neuseeland und 2023 geht es dann nach Vancouver“. Bis es so weit ist, hält Pieper im Chemiepark Knapsack die Stellung und sorgt mit seinem Team dafür, dass hier Tag für Tag das Wasser genau dort hinfließt, wo es gebraucht wird.