28.08.2018

Die Werksfeuerwehr der InfraServ Knapsack und die Feuerwehr Hürth intensivieren ihre Zusammenarbeit.

Wenn’s ernst wird


Wer Anfang Juli am Hof der Werksfeuerwehr im  Chemiepark Knapsack vorbeifuhr, hat sich vielleicht gewundert: Rettungswagen, Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, ein Kleinwagen, Sanitäter und Feuerwehrleute in voller Montur. Was im ersten Moment vielleicht wie ein Ernstfall hätte aussehen können, war tatsächlich die  gemeinsame Wachausbildung der Werksfeuerwehr von InfraServ Knapsack sowie der Feuerwehr Hürth.

 „Zukünftig werden wir an jedem ersten Donnerstagnachmittag im Monat die operative Zusammenarbeit von Mannschaft und Gerät gemeinsam üben“, erklärt Ralf Lassmann, Leiter der Werksfeuerwehr Knapsack. „Wir helfen uns bei Bedarf schon länger mit Geräten aus, haben uns darüber hinaus nun aber entschlossen, unser Zusammenspiel bei der Schadensabwicklung zu verbessern. Das ist der Grundgedanke, der hinter der monatlichen Übung steckt.“ Wer sich besser kennt und eben auch schon mal einen Nachmittag miteinander übt, gemeinsame Lösungen gefunden und Arbeitspraktiken ausgetauscht hat, der wird auch in einer realen Situation als Team funktionieren und optimal zusammenarbeiten.

 Bei der Übung am 5. Juli lag der Schwerpunkt im Bereich der technischen Hilfeleistung und patientenorientierten Rettung im Zusammenspiel von Feuerwehr und Rettungsdienst. Das bedeutet, die insgesamt ca. 25 Einsatzkräfte der diensthabenden Wachabteilungen (Feuerwehr Hürth und Werkfeuerwehr Chemiepark Knapsack) sowie des Rettungsdienstes mussten während der Übung eine eingeklemmte Person aus dem Auto mit entsprechendem Gerät befreien und anschließend medizinisch versorgen. Moderiert von Ausbildern wurde der Ablauf immer wieder unterbrochen, kommentiert, besprochen und perfektioniert. Die nächste gemeinsame Übung im August wird dann ein leckgeschlagener Kesselwagon mit Freisetzung eines Gefahrstoffes sein.

 Das Feedback auf die erste Übungseinheit fiel positiv aus: Den Nachmittag empfanden alle Beteiligten als Bereicherung. Man war sich einig, dass der große Aufwand, der für die gemeinsame Wachausbildung betrieben wird, mehr als berechtigt ist. Schließlich liegt es im Interesse aller, dass im Ernstfall schnell, professionell und effektiv Hilfe geleistet werden kann.