10.10.2016

Der Herr der Netze

Der neue Leiter des Segments Netze innerhalb der Ver- und Entsorgung stellt sich und seinen Arbeitsbereich vor.


Wenn Hendrik Majewski seinen Tätigkeitsbereich bei der InfraServ Knapsack beschreiben soll, schwingt auch etwas Stolz in seiner Stimme mit. „Wir betreiben hier die Lebensadern des Chemieparks“, sagt der neue Leiter des Geschäftssegments „Netze“ in der Ver- und Entsorgung. „Wir sind sozusagen dafür zuständig, dass die Nährstoffe verteilt und die anfallenden Abfallprodukte wieder entsorgt werden.“ Der 33-Jährige ist zum 1. Juli von den Düsseldorfer Stadtwerken nach Knapsack gekommen und jetzt verantwortlich für 34 Mitarbeiter.

Es war ihm vor allem wichtig, nach mehreren Jahren mit stark verwaltungslastigen Tätigkeiten wieder näher an der Technik zu sein. Der gelernte Gas- und Wasserinstallateur hat nach seinem Versorgungstechnik-Studium zwar lange als Projektingenieur bei den Düsseldorfer Stadtwerken gearbeitet, aber auch im technischen Controlling und im Risikomanagement – und er hat an der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle auf dem Kraftwerksmarkt mitgewirkt.

„Vor allem die Vielfalt meiner neuen Aufgaben hier bei der InfraServ reizt mich“, sagt er. „Wir sind für den sicheren Transport vieler unterschiedlicher Medien durch die Rohrleitungsnetze zuständig und auch für die zukünftige Ausrichtung der Netzstrukturen.“

Das „wir“ betont Majewski. Er habe einen sehr kooperativen Führungsstil, sagt er. Es sei ihm wichtig, offen und auf Augenhöhe miteinander zu kommunizieren, Potenziale gemeinsam zu erkennen und umzusetzen und jeden Mitarbeiter eigenverantwortlich arbeiten zu lassen. „Ich bin am liebsten selber so geführt worden und das möchte ich an mein Team hier weitergeben.“

Um ihn ein wenig besser kennenzulernen, haben wir ihm ein paar Fragen gestellt: 

Wie würden Sie einem Kind Ihren Beruf erklären?

Meiner dreijährigen Tochter sage ich immer, dass ich im weiteren Sinne mit dafür verantwortlich bin, dass das Wasser aus dem Hahn kommt und der Strom aus der Steckdose. Auch damit, dass es Kunststoffverpackungen gibt, habe ich zu tun. 

Was wollten Sie selbst als Kind werden?

Eine Zeit lang wollte ich Pilot werden und für Technik habe ich mich auch schon immer interessiert. Ich habe sogar als Kind von etwa vier Jahren mal einen Kurzschluss verursacht, weil ich verbotenerweise ein Stromkabel abisoliert habe. Das Interesse war also schon immer vorhanden. 

Wann wurde Ihnen klar, welchen Beruf Sie ergreifen möchten?

Ich stecke meine Energie immer in die momentane Aufgabe. So war auch meine berufliche Laufbahn immer von Entwicklungen geprägt. 

Mit welcher Persönlichkeit würden Sie sich gerne einmal treffen?

Berühmte Menschen interessieren mich eher nicht – zumindest nicht deshalb, weil sie berühmt sind. Ich habe im alltäglichen Leben schon so viele spannende Persönlichkeiten getroffen, die mir viel mehr mitgeben konnten. Manchmal wüsste ich vielleicht gerne, was sich Salvador Dalí bei seinen Bildern gedacht hat. Die geben mir so manches Rätsel auf. 

Über welches Kompliment haben Sie sich zuletzt gefreut?

Über die reiche Beteiligung an meiner Verabschiedungsfeier bei meinem letzten Arbeitgeber habe ich mich sehr gefreut. Das zeugt von Wertschätzung. Und auch über die freundliche Aufnahme hier im Chemiepark Knapsack. 

Welche Eigenschaften schätzen Sie an einem Menschen besonders?

Ehrlichkeit, Offenheit, Loyalität, vertrauensvolles Miteinander, Empathie, Gelassenheit. 

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?

Der Thriller „Der Menschenmacher“ von Cody McFadyen. Aber ich habe noch gar nicht richtig reingeschaut. 

Wo findet man Sie an einem Sonntagnachmittag um 15 Uhr?

Auf dem Spielplatz, im Zoo – meist gehören die Wochenenden meiner Tochter Fiona. 

Wo ist der schönste Ort für Sie außerhalb von zu Hause?

Ich denke, ich bin noch zu jung, um mich da festzulegen. Aber auf dem Sitz eines Sportmotorrads, in einem Boot auf dem Wasser, in den Bergen oder auch in einer Kneipe in der Düsseldorfer Altstadt bin ich gern. Beeindruckend war der Sonnenaufgang an der Golden Gate Bridge.