Nass-Analytik
Die Nassanalytik basiert auf altbekannten Methoden, die schon von den Alchemisten verwendet wurden. Heute erreichen wir aufgrund moderner technischer Möglichkeiten eine bislang unübertroffene Exaktheit und Reproduzierbarkeit.
Aufschlusstechniken
Es gibt über 4000 bekannte Mineralien und mehrere Millionen chemischer Verbindungen, die sich lediglich aus etwas über 100 Elementen zusammensetzen. Bei dieser Vielzahl wundert es nicht, daß die direkte Bestimmung der Elemente oft nicht möglich ist. Die Lösung liegt in der Zerstörung der Verbindungen und "Freisetzung" der einzelnen Elemente, die dann quantifiziert werden können.
Anwendungsbeispiele:
- Säureaufschluß mit Perchlorsäure
- Salzschmelzen bei 1000 °C
- Verbrennungen in Sauerstoff
- Wickbold-Verbrennung
Analysenverfahren
Möchte man einen Rohstoff, ein Produkt, einen Boden oder ein Wasser bezüglich Brauchbarkeit, Verkaufswert oder Giftigkeit bewerten, so schließt sich an die Frage nach dem "Was" meist die Frage nach dem "Wieviel" an. Naßchemische Methoden eigenen sich sowohl für Gehaltsbestimmungen um 95 - 100 % mit weniger als 0,1% Fehler, als auch für Untersuchungen im Spurenbereich bei Gehalten mit wenigen Milligramm Substanz pro Kilogramm oder Liter der Probe. Wir beherrschen alle klassischen nasschemischen Analysenverfahren, sei es die Gravimetrie, die Photometrie oder die Titrimetrie.
Anwendungsbeispiele:
- Wasser in Flüssigkeiten und Feststoffen
- Coulometrische Wasserbestimmung nach Thermodesorbtion
- Alle titrimetrischen Standard-Verfahren
Kennzahlen
Für bestimmte Einsatzzwecke stehen bestimmte Eigenschaften eines Produktes im Vordergrund. Zur Quantifizierung solcher Eigenschaften bedient man sich sogenannter Kennzahlen, die weniger die Inhaltsstoffe selbst, sondern vielmehr die Wirkung eines Produktes oder einer Zwischenstufe (wie Farbeindruck, Alterungs- beständigkeit, Acidität, u.a.) charakterisieren.
Anwendungsbeispiele:
- Säurezahl
- Jodzahl
- Verseifungszahl
- Farbzahlen
- Brechungsindex
- Kundenspezifische Reaktionstests
